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Matthias Koenig, Joern Meissner
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Abstract |
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Viele implementierte Revenue Management Systeme basieren auf Bidpreisen als Kontrollmechanismus der Buchungspolitik.
Dabei wird jeder Ressource im Netzwerk ein Bidpreis zugeordnet, und ein Produkt wird angeboten, wenn der zugehörige Erlös größer ist als die Summe
der Bidpreise der zur Bereitstellung des Produktes benötigten Ressourcen. Dieser Ansatz ist von Vorteil, da die Entscheidung, welche Produkte
angeboten werden sollen, schnell und einfach zu treffen ist, sobald Bidpreise für jede Ressource definiert sind. In den letzten Jahren wurde beachtlicher
Fortschritt in der Integration von Kundenwahlverhaltensmodellen in Netwerk Revenue Management erzielt. Die Mehrheit der Autoren formuliert
Kontrollpolitiken für den Buchungsprozess, welche auf die Identifikation einer Produktkombination hinauslaufen, die zu einem gegebenen
Zeitpunkt und für gegebene Inventarbestände der Ressourcen angeboten werden soll. Diese empfohlene Produktkombination ist allerdings nicht
notwendigerweise durch eine Bidpreispolitik abbildbar. Wenn die Nachfrage eines beliebigen Produktes nicht von anderen Produktalternativen abhängt,
sind die marginalen Kapazitätswerte eine optimale Wahl von Bidpreisen. Aber unter von Produktalternativen abhängiger Nachfrage ist dies nicht immer
der Fall. Im Gegenteil, es scheint, dass diese Bidpreise typischerweise nicht restriktiv genug sind und erlösbelastendes Substitutionsverhalten
begünstigen können.
Wir präsentieren (1) eine einfache und schnelle Heuristik, welche einen ersten Bidpreisvektor iterativ verbessert; dieser Kandidat könnte zum Beispiel
der Schätzung der dynamischen marginalen Kapazitätswerte entsprechen. Weiterhin zeigen wir, dass (2) diese dynamischen marginalen Kapazitätswerte zu
erheblichen Erlöseinbußen führen können, wenn sie direkt als Bidpreise verwendet werden. (3) Wir untersuchen anhand von Simulationsstudien die
Erlöseinbußen, die aus der Verwendung von Bidpreispolitiken entstehen, relativ zu den Erlösen, die ohne die Einschränkung auf solche Strategie erzielt
werden können.
Unsere Heuristik ist nicht auf ein bestimmtes Kundenwahlverhaltensmodell beschränkt und kann mit jeder Methode kombiniert werden, die Schätzungen der
marginalen Kapazitätswerte liefert. Wir testen die Heuristik in Simulationsstudien auf einigen Netzwerkbeispielen, die in der relevanten Literatur
häufig verwendet werden. Wir verwenden ein Multinomial-Logit-Wahlmodell, welches die Möglichkeit zulässt, dass Kunden bestimmte Produkte
segmentübergreifend zum Kauf erwägen können. In der Mehrheit der Testfälle zeigen sich signifikante Erlöszugewinne durch unsere Heuristik im Vergleich
zu einigen anderen aktuell verfügbaren Alternativen bei geringem zusätzlichen Rechenaufwand. |
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Keywords |
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Revenue Management, Network, Bid Prices, Choice Model
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Status |
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European Journal of Operational Research, Vol 217, Issue 2 (March 2012) pp 417–427. |
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Download |
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www.meiss.com/download/RM-Meissner-Strauss-04.pdf (698 kb) |
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Reference |
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BibTeX,
Plain Text |
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